Payment News KW 29 15.07.2019, 10:00 Uhr

Wie sich PayPal & Co. auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung vorbereiten

Die Payment-News der Woche: Zwei-Faktor-Authentifizierung: Was PayPal & Co. planen / Smartphone-Bank N26 startet in den USA / Großes Potenzial für Peer-to-Peer-Zahlungen / PayPal hängt Apple und Google Pay ab
(Quelle: shutterstock.com/mirtmirt)
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News

Was PayPal & Co. zur Zwei-Faktor-Authentifizierung planen: Ab 14. September 2019 gilt mit dem Inkrafttreten der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Payment Services Directicve 2) beim Payment im Web die Pflicht zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Doch nicht alle Zahlarten sind gleichermaßen betroffen. So ist bei Lastschriftzahlungen keine starke Kundenauthentifizierung nötig. Internetworld.de hat eine Übersicht zusammengestellt, was die einzelnen Zahlungsdienstleister von Amazon Pay bis PayPal planen und was Händler tun müssen. >>> Internetworld.de
N26 geht in den USA an den Start: Die deutsche Smartphone-Bank N26 wagt sich auf den US-Markt. Die Markteinführung erfolgt über eine Warteliste: Sind 100.000 Nutzer vorregistriert, sollen die ersten Funktionen schrittweise freigeschaltet werden. Zu Beginn ist ein kostenloses Standard-Konto mit Visa-Debitkarte erhältlich. Für das US-Geschäft hat N26 eine 100-prozentige Tochter N26 Inc. mit Sitz in New York gegründet. >>> IT-Finanzmagazin.de >>> Pymnts.com 
Revolut baut in Berlin aus: Der N26-Wettbewerber, die britische Smartphone-Bank Revolut, will massiv in Technologie investieren. Dazu soll im Oktober in Berlin ein Technologiezentrum eröffnet werden. 80 Mitarbeiter sollen dort künftig arbeiten, vor allem Software- und Data-Spezialisten sowie Produktentwickler. Damit könnte der Druck auf N26 im heimischen Markt steigen. >>> Handelsblatt.com (Premium) 
PayPal hängt Apple Pay und Google Pay ab: Zwar haben mittlerweile rund elf Prozent der Verbraucher im Laden schon einmal mit ihrem Smartphone bezahlt, Apple Pay und Google Pay sind dabei aber noch weit im Hintertreffen: 51 Prozent derer, die mobil bezahlen, nutzen dafür PayPal, nur 13 Prozent die Mobile Wallets von Apple und Google. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Toluna im Auftrag der Postbank ergeben. Offenbar spielt dabei die große Markenbekanntheit von PayPal eine große Rolle. Denn wer an der Ladenkasse mit PayPal bezahlt, tut dies über Google Pay, das mit dem PayPal-Konto verknüpft ist. Viele Nutzer glauben daher, sie würden über PayPal bezahlen und nicht via Google. >>> Kloepfel-Consulting.com
7Eleven stellt sein Mobile Payment ein: Während Lidl in Spanien sein Mobile Payment "Lidl Pay" testet, hat die japanische Supermarktkette 7Eleven ihre Smartphone-Bezahllösung nach nur einer Woche wieder vom Markt genommen. Der Grund: Aufgrund einer Sicherheitslücke gelang Hackern der Zugriff auf die Bezahl-App. 900 Kunden wurde um rund 510.000 US-Dollar geprellt. 7Eleven hat angekündigt, seinen Kunden den entstandenen Schaden zu erstatten.  >>> AllAboutPayment.de
Payment Summit 2019
Vorträge von Top-Experten zu Payment-Strategien, neue Lösungen in der Welt des Bezahlens, nützliche Kontakte und bester Service erwarten Sie beim Payment Summit am 6./7. November 2019 in Hamburg. Sichern Sie sich jetzt Ihr Crazy-Bird-Ticket >>>
Quelle: Ebner Media Group
 Großes Potenzial für Peer-to-Peer-Zahlungen: Digitale Überweisungen zwischen Privatpersonen werden langsam beliebter. Sechs von zehn Verbrauchern glauben, dass solche Peer-to-Peer-Zahlungen in Zukunft immer wichtiger werden. Das ergab eine Studie des ECC Köln. Vor allem die Schnelligkeit und die Bequemlichkeit machen die Zahlungen interessant. Für eine Peer-to-Peer-Überweisung ist statt der IBAN nur die Mobilfunknummer oder eine E-Mail-Adresse nötig, die Zahlung wird sofort gutgeschrieben. >>> IFHkoeln.de
Hindernisse für Open Banking: In der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 (Payment Services Directicve 2) hat die Europäische Union auch das sogenannte Open Banking festgeschrieben. Das bedeutet, dass Banken ab dem 14. September 2019 offene Schnittstellen bereitstellen müssen, über die Drittfirmen auf Kontodaten zugreifen können - wenn der Kunde dies wünscht und erlaubt hat. Doch die bisher von den Banken bereitgestellten Schnittstellen erfüllen in vielfacher Hinsicht nicht die erforderlichen Kriterien. Damit gefährden Banken den technologischen Fortschritt, kritisieren Fintechs. Diese brauchen die Schnittstellen, um ihre alternativen Geschäftsideen umsetzen zu können. >>> AboutFintech.de
SMS-TAN beim Online-Banking vor dem Aus: Durch die PSD2 kommt es auch zu Veränderungen beim Online-Banking. Die Papierlisten mit den ITANs sind ab 14. September 2019 nicht mehr zulässig. Viele Banken nutzen daher schon seit längerem Mobile-TANs, die per SMS versandt werden. Doch auch dieses Verfahren gilt als nicht wirklich sicher. Daher werden erste Banken  in den kommenden Monaten davon Abstand nehmen, darunter einige Institute der Sparkassen und der Raiffeisen-Banken. Auch die Consors-Bank plant bis zum Jahresende das Aus der SMS-TAN. Als möglicher Ersatz sind Push-TANs via App und spezielle TAN-Generatoren im Gespräch. >>> Stern.de

Kurz notiert

  • Die Fachhandelskooperation Aetka bietet ihren Händlern gemeinsam mit dem Zahlungsdienstleister Concardis verschieden stationäre und mobile Bezahlterminals an und intergiert eine Bezahllösung in das hauseigene Warenwirtschaftssystem Easyfilius.  >>> mehr
  • Die Kreditplattform Smava unterbietet günstigere Ratenkredite-Angebote von Banken mit Einmalzahlungen an ihre Kunden. >>>  mehr
  • Der Kurs des Bitcoin schwankt wieder heftig: Nach einem Anstieg auf über 13.000 US-Dollar sackte er nach kritischen Äußerungen von Donald Trump zu Kryptowährungen auf einen Wert von unter 10.000 US-Dollar ab. >>> mehr

Schon gewusst...?

Facebooks Weltwährung Libra wird eine Revolution: Facebooks geplante Kryptowährung "Libra" könnte die "disruptivste Innovation dieses Jahrzehnts" werden. Mit seinen 20 Partnern von PayPal bis Visa steht hinter Libra ein Konsortium,das ein Netzwerk aus Milliarden potenziellen Nutzer mitbringe. Dies schaffe eine nie dagewesene Omnipräsenz, sagt Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Wenn die europäischen Regierungen nicht innerhalb der nächsten sechs Monate harte Servicebedingungen an die "Libra Association" stellen würden, müssten sie zusehen, wie die Geldmacht aus Europa schwinde. >>> Sueddeutsche.de




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