Payment News KW 21 20.05.2019, 14:45 Uhr

Facebook gründet Payment-Firma in der Schweiz

Die Payment-News der Woche: Facebook gründet eine neue Payment-Firma in der Schweiz / Visa folgt Mastercard nach und startet eine eigene Debitkarte / Viele Online-Shops werden Opfer von Betrügern
(Quelle: shutterstock.com/mirtmirt)
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News

Facebook gründet eine neue Payment-Firma in der Schweiz: Das Social-Media-Netzwerk hat in Genf das Fintech "Libra Networks" in das Handelsregister eintragen lassen. Als Unternehmenszweck gibt Facebook "Dienstleistungen in den Bereichen Finanzen und Technologie sowie die Entwicklung und Produktion von Software und der dazugehörigen Infrastruktur" an. Zudem fallen die Stichworte "Blockchain", "Betrieb von Zahlungen" und "Identitätsmanagement". Insider vermuten, Facebook könnte an einer eigenen Kryptowährung und dazugehörigen Services arbeiten. >>> Cointelegraph.com
Visa startet eigene Debitkarte in Deutschland: In Spanien, Frankreich und Großbritannien gibt es sie schon längst, die Visa Debitkarte. Nun bringt das Kreditkartenunternehmen die direkt mit dem Bankkonto verknüpfte Karte auch auf den deutschen Markt. Im Gegensatz zur Girocard der deutschen Banken ist die Visa Debitkarte mit einer Kreditkartennummer ausgestattet, so dass sie für internationale Online-Zahlungen eingesetzt werden kann. Der Wettbewerber Mastercard bietet in Deutschland schon seit längerem eine Mastercard Debitkarte an. >>> Faz.net
Noch immer teils hohe Gebühren für Instant Payments: Bis zu 4,95 Euro müssen Privatkunden für eine Echtzeit-Überweisung derzeit bezahlen, Geschäftskunden bis zu 3,00 Euro. Das hat das Portal Konto.org ermittelt, das dafür mehr als 20 Privat- und  Landesbanken sowie 385 Sparkassen untersucht hat. Während ein Teil der Banken den Service kostenlos anbietet, verlangen viele eine Gebühr von etwa 0,50 Euro. Zunehmend berechnen die Geldinstitute diese Gebühr aber auch für den  Empfang einer Instant-Überweisung. Experten fordern die Kostenfreiheit von Instant Payments, da sie letztlich Teil einer längst überfälligen Modernisierung der Banken-Infrastruktur seien. >>> Konto.org
Lastschriftverfahren der Deutschen Bahn verstößt gegen EU-Recht: Die Deutsche Bahn darf Kunden mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands nicht verwehren, online gekaufte Tickets per Lastschriftverfahren zu bezahlen. Dies sei diskriminierend und verstoße gegen EU-Recht, befand der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs. Sein Gutachten wird die Grundlage für ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sein, das in den kommenden Monaten erwartet wird. >>> Zeit.de
Bezahlen darf nicht länger als 15 Sekunden dauern: Um mit dem E-Commerce Schritt halten zu können, muss der stationäre Einzelhandel besser auf die immer umfassenderen Service-Wünsche der Kunden eingehen. Ein wichtiger Faktor ist dabei das schnelle Bezahlen:  "15 Sekunden - länger darf das gerade bei der tempoverwöhnten jungen Generation nicht dauern", meinte Theresa Schleicher,  Handelsexpertin des Deutschen Zukunftsinstituts, bei der Vorstellung des "Retailreports 2020". >>> Internetworld.de
Payment Summit 2019
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Quelle: Ebner Media Group
Online-Shops werden immer häufiger Opfer von Betrügern: Laut einer Studie des Inkasso-Dienstleisters Crif Bürgel wurden 97 Prozent der befragten Online-Shops in Deutschland schon einmal Opfer eines Betrugs oder Betrugsversuchs. Mehr als die Hälfte der Shops berichtet zudem über eine Zunahme der Betrugsversuche. Am häufigsten nutzen Betrüger verfälschte Namens- oder Adressdaten, dahinter folgt die Verwendung gestohlener Identitäten. Mehr als die Hälfte der Shops hat in den vergangenen zwölf Monaten durch Betrug einen finanziellen Schaden von mehr als 10.000 Euro erlitten. >>> Crif Bürgel (Pressemitteilung)
Warum Norwegen bei bargeldlosen Bezahlen weit voraus ist: In Norwegen zahlen Verbraucher so selten mit Bargeld wie nirgends sonst in Europa. Zwei Gründe sind ist die gute Netzabdeckung in Nordeuropa sowie deutlich günstigere Kartenlesengeräte. Aber auch eine bankenübergreifende App fördert das bargeldlose Bezahlen. >>> Sueddeutsche.de

Kurz notiert

  • Der Payment-Dienstleister Wirecard wickelt das komplette E-Commerce-Payment für Apollo Optik ab und baut für das Paris Kaufhaus Printemps die Akzeptanz von Wechat-Zahlungen aus. >>> mehr
  • Der Zahlungsanbieter Klarna stattet den Online-Marktplatz Hood.de mit den Bezahlarten Kauf auf Rechnung und Ratenkauf aus. >>> mehr
  • Die Smartphone-Bank N26 bekommt mit Georg Hauer erstmals einen eigenen General Manager für Deutschland. >>> mehr
  • Die Multibanking-App Numbrs konnte den Versicherungskonzern Allianz als Partner gewinnen. >>> mehr 

Schon gewusst...?

Mobile Payment in China und was wir in Europa von Wechat lernen können: In nur zwei Jahren wurde die Messaging-App Wechat des Internet-Riesen Tencent zur dominierenden digitalen Plattform in China. Die Möglichkeit, nahezu jedes Handels- und Dienstleistungsangebot über Barcodes nutzen und bezahlen zu können, kann als Initialzündung für die chinesische Payment-Revolution verstanden werden. In Deutschland bremst das Denken in Insellösungen eine ähnliche Entwicklung aus. "Der Nutzer erwartet mehr als eine Payment-Funktion oder ein Zahlungsmittel. Jede Innovation muss echten Mehrwert liefern. Zeitersparnis und Bequemlichkeit werden nicht ausreichen. Wir werden also warten müssen", so die Analyse des Payment-Experten Boris Janek. >>> IT-Finanzmagazin.de



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